Privatinsolvenz

Privatinsolvenz

Privatinsolvenz

Was ist eine Privatinsolvenz ?

Bei immer größer werdenden und anhaltendee Überschuldung ist Privatinsolvenz oft der letzte Ausweg um aus den Schulden raus zu kommen. Die Privatinsolvenz funktioniert ähnlich wie das Insolvenzverfahren bei einem Unternehmen. Die Insolvenz für Privat-Personen ist vereinfacht. Und das Ziel ist es, dass Sie am Ende dieses Verfahrens Ihre Schulden beglichen haben und Schuldenfrei sind.

Wie kommt es zu einer Privatinsolvenz?

Die Miete steigt oder Sie verlieren plötzlich Ihren Job können viele Verbraucher die Lebensunterhaltungskosten nicht mehr selber in den Griff bekommen. Wenn die Einnahmen nicht mehr reichen um die Ausgaben decken zu können, sitzt man schnell in der Schuldenfalle. Dann kommt das Problem das die Schulden steigen und weiter Schulden wegen den Folgekosten dazu kommen. Wird zum Beispiel der Dispokredit voll ausgereizt, um überhaupt die Miete zahlen zu können, zahlen Sie hohe Zinskosten für diese Leihgabe von der Bank. Wenn Sie sehen das Sie den Schuldenberg nicht mehr bewältigen können, dann ist der Weg zu einem Schuldenberater sehr ratsam. Der letzte Weg um Schuldenffrei zu werden ist die Privatinsolvenz die auch Verbraucherinsolvenz genannt wird.

Wann mach die Privatinsolvenz Sinn ?

Wenn Sie sehen das Sie die Schulden nicht alleine und aus eigener Kraft mehr bezwingen können. Hier ist eine professionelle Schuldenbeartung sehr sinnvoll. So ein Schuldenberater berät Sie neutral und unabhängig und unterstützt Sie bei den kommenden Schritten, um die Schulden wieder loszuwerden. Hierbei wird versuche eine außergerichtliche Einigung mit allen Gläubigern zu erzielen. Scheitert dies, können Sie eine Privatinsolvenz anmelden.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Privatinsolvenz erfüllt werden?

Bei der Privatinsolvenz gibt es verschiedene Voraussetzungen die Sie dort erfüllen müssen. Damit Sie dann den Antrag auf Privatinsolvenz stellen können. Die formalen Kriterien sind in § 305 Insolvenzordnung (InsO) benannt:

Nur natürliche Personen dürfen eine Privatinsolvenz beantragen. Sie dürfen nicht selbstständig tätig sein.

Ausnahmen gelten, wenn Sie

a) nicht mehr selbstständig tätig sind,
b) weniger als 19 Gläubiger haben und
c) keine Schulden wie Löhne aus bestehenden Arbeitgeberverhältnissen haben. Vor dem Privatinsolvenzverfahren muss es einen Versuch geben, eine außergerichtliche Lösung mit den Gläubigern zu erzielen. Scheitert diese außergerichtliche Schuldenbereinigung, können Sie die Privatinsolvenz beantragen.

Wie lange dauer eine Privatinsolvenz ?

Private Insolvenzen dauern zwischen 3 und 6 Jahren. Nach der Privatinsolvenz gibt es eine Restschuldbefreiung. Das heißt, dass alle Schulden, die zum Beginn des Insolvenzverfahrens vorhanden waren, mit dessen Ablauf endgültig beglichen sind.

Der Ablauf der Privatinsolvenz

Bei einer Privatinsolvenz ist der Ablauf immer ähnlich. Zuerst bemühen Sie sich um eine außergerichtliche Einigung.Das ist immer der erste Schritt bis Sie den Antrag auf Privatinsolvenz stellen können. Vor Gericht wird zunächst versucht, einen Vergleich mit den Gläubigern zu erzielen.

Zum eigentlichen Verfahren kommt es wenn wenn Ihr Vorhaben jedoch scheitert. Bei einer Privatinsolvenz fallen zuerst Kosten an, diese diese zuvor vom Vermögen abgezogen. Anschließend wird ein Treuhänder bestimmt, der sich um die Vermögensaufteilung bemüht.

Während ein Privatinsolvenzverfahren läuft, ist der Treuhänder für die Aufteilung des Vermögens zuständig. Im Privatinsolvenzverfahren ist der Gläubiger verpflichtet eine Liste der Gläubiger und deren Forderungen zu erstellen. Reicht das Vermögen nicht für die Tilgung aller Schulden aus, kann er Zwangsversteigerungen initiieren.

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Die Wohlverhaltensphase folgt nach dem Verfahrensabschluss

Wurde Verfahren zum Privatkonkurs abgeschlossen, erfolgt dann die Wohlverhaltensphase. Wie der Name schon sagt, sollte der Schuldner sich in dieser Zeit „wohlverhalten“. Das beinhaltet dass er sich intensiv um eine Arbeitsaufnahme kümmert.

Ein pfändbares Vermögen herausgibt und seiner Informationspflicht gegenüber dem Treuhänder und dem Gericht nachkommt. Sind Änderungen im Einkommen oder des Wohnorts sind beide immer unverzüglich zu informieren. Bei Wohlverhaltensphase darf der Schuldner, nur das Geld an den Treuhänder zahlen. Nicht direkt an die Gläubiger.

Kann ich während der Wohlverhaltensphase neue Schulden machen?

Sie gelten als nicht kreditwürdig da sich sich nur innerhalb der Pfändungsgrenze bewegen dürfen. Jedoch können durch Bußgelder oder Strafzahlungen neue Forderungen gegen Sie begründet werden. Steuerschulden können auch anfallen.

Kann ein Gläubiger nach der Insolvenz noch Geld verlangen ?

Nach der Restschuldbefreiung sind Sie schuldenfrei. Daher können Gläubiger keine Forderungen mehr geltend machen, die bei der Privatinsolvenz-Bekanntmachung bereits berücksichtigt wurden. Auch gilt, wenn ein Gläubiger bei der Erstellung des Verzeichnisses vergessen wurde, werden diese Schulden auch erlassen. Die Privatinsolvenz wird online bekanntgegeben. Damit hat jeder Gläubiger die Möglichkeit, seine Forderungen anzumelden.

Welche Kosten fallen bei der Privatinsolvenz an?

Habern Sie eine Privatinsolvenz beantragt, fallen noch einige Kosten für Sie an. ( Anwalt, Gericht und Treuhänder). Hier besteht die Möglichkeit , eine Prozesskostenbeihilfe zu beantragen. Es besteht auch die Möglichkeit nach der Wohlverhaltenspahse die Verfahrenksoten in kleinen Raten abzubezahlen.

Wie kann ich die Wohlverhaltensphase bei der Privatinsolvenz verkürzen?

Seit 2014 besteht die Möglichkeit, die Wohlverhaltensphase von sechs Jahren auf drei bis fünf Jahre zu verkürzen. Sind dann nach den ersten 3 Jahren schon 35 Prozent der Schulden sowie die Verfahrenskosten bezahlt, kann die Wohlverhaltenspahse verkürzt werden. Konnte der Schuldner die Verfahrenskosten begleichen, kann er die Wohlverhaltensphase auf fünf Jahre verkürzen.

Selbstbehalt bei der Privatinsolvenz wie hoch sind diese ?

In Deutschland müssen Sie während der Wohlverhaltensphase monatlich Geld an die Gläubiger abtreten. Die Pfändungstabelle für die Grundlage für den Selbstbehalt bei der Privatinsolvenz ist dort gelistet. Hier wird genau festgelegt, welche Summe Ihnen monatlich dann zur Verfügung steht. Es gilt jedoch alles, was darüber hinaus verdient wird, darf gepfändet werden. Und an die Gläubiger weitergeleitet werden. Die Phase dauert mindestens 3 und maximal 6 Jahre an.

Hinweis

Ehegatten haften nicht für die Schulden ihres Partners. Nur bei Verbindlichkeiten aus gemeinsamen Verträgen kann der Ehepartner in die Pflicht genommen werden.

Die privatinsolvemz ist vorbei und was passiert nach maximal 6 Jahren?

Die Wohlverhaltensphase wurde erfolgreich abgeschlossen, erfolgt die Restschuldenbefreiung. Das beudet für Sie, das Ihnen alle Schulden erlassen werden. Das heißt das alle Schulden die bei der Privatinsolvenz-Bekanntmachung berücksichtigt wurden erlassen werden. Was noch zu wissen ist das die Befreiung nicht für die Schulden gelten, die während der Wohlverhaltensphase neu gemacht wurden.

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